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Fernstudium Sozialpädagogik – Erfahrungsbericht

Wer ein Fernstudium Sozialpädagogik in Erwägung zieht, sollte vorab auch den einen oder anderen Erfahrungsbericht lesen und sich auf diese Art und Weise ein Bild von dieser Option machen. Anhand des kostenlosen Informationsmaterials, das man unverbindlich anfordern kann, geben die Anbieter zwar bereitwillig Auskunft über ihre Fernstudienangebote, doch dabei geht es vor allem darum, das Fernstudium im besten Licht darzustellen. Das Informationsmaterial soll schließlich auch Werbezwecke erfüllen und nicht nur über die Fakten informieren. Folglich tun Interessenten an einem Fernstudium Sozialpädagogik gut daran, nach Erfahrungsberichten anderer Fernstudierender Ausschau zu halten.

All diejenigen, die sich gegenwärtig in der Phase der Entscheidungsfindung befinden und nach Informationen aus Teilnehmersicht suchen, finden nachfolgend den Erfahrungsbericht einer Fernstudentin, die den Mutterschutz nutzt, um nebenbei Sozialpädagogik zu studieren.

Mama und Fernstudentin zugleich – Meine Erfahrungen mit dem Fernstudiengang Sozialpädagogik

Mein Name ist Tanja, ich bin 26 Jahre alt und seit zwei Jahren stolze Mama eines kleinen Jungen. Bis zum Mutterschutz kurz vor der Entbindung habe ich als Erzieherin in einem kleinen Kindergarten gearbeitet. Schon während der Schwangerschaft stand für mich fest, dass ich mir viel Zeit für mein Kind nehmen und erst nach drei Jahren wieder arbeiten gehen würde. Da mein Mann einen sicheren und auch recht gut bezahlten Job im öffentlichen Dienst hat, war dies finanziell auch kein Problem. Allerdings habe ich damals noch nicht damit gerechnet, dass mir trotz des großen Glücks, das mein Sohn in mein Leben brachte, etwas fehlte. Einen Säugling beziehungsweise ein Kleinkind zu betreuen, ist ohne Frage sehr fordernd und ein Fulltime-Job, aber mir reichte es nach einigen Monaten nicht mehr, nur Mama zu sein. Gleichzeitig wollte ich mein Kind auch nicht in eine Ganztagsbetreuung geben, schließlich wollte ich nichts verpassen und für meinen Kleinen da sein.

Darum habe ich mich für das Fernstudium Sozialpädagogik entschieden

So saß ich gewissermaßen zwischen den Stühlen, bis ich durch Zufall von dem Fernstudium Sozialpädagogik hörte. Eine Bekannte meiner besten Freundin hatte gerade neben dem Beruf den Bachelor in Sozialpädagogik abgeschlossen und schwärmte in den höchsten Tönen von der Flexibilität des akademischen Fernstudienganges. Ich fragte mich, ob ein solches Fernstudium ausschließlich neben dem Beruf möglich ist oder auch parallel zur Erziehungszeit absolviert werden kann. Also nahm ich mit der Studienberatung der betreffenden Fachhochschule Kontakt auf und löcherte die freundliche Mitarbeiterin mit Fragen. Am Ende stand für mich fest, dass ich den Mutterschutz für ein Fernstudium Sozialpädagogik nutzen wollte.

Die Studienwahl für die Sozialpädagogik lag nahe, schließlich bin ich gelernte Erzieherin und liebe die pädagogische Arbeit. Gleichzeitig wollte ich mich fachlich weiterentwickeln und fand so großen Gefallen an der Sozialpädagogik, die die Pädagogik mit sozialstaatlicher Intervention kombiniert. Ausschlaggebend dafür, dass es ein Fernstudium sein sollte, war die Tatsache, dass ich so von zu Hause lernen und meinen kleinen Sohn betreuen kann. Obwohl ich kein Abitur habe, war die Einschreibung kein Problem. Da ich die Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen und auch einige Jahre in dem Beruf gearbeitet habe, wurde ich als beruflich Qualifizierte zugelassen.

So integriere ich das Fernstudium Sozialpädagogik in meinen Alltag

Immer wieder stellen mir Freunde, Verwandte oder Bekannte die Frage, wie ich Kind und Studium unter einen Hut bekomme. Daher möchte ich hier etwas näher auf meinen Alltag als Mutter und Fernstudentin der Sozialpädagogik eingehen. Trotz aller Freiheiten ist und bleibt es ein akademisches Studium, das man nicht mal so eben nebenbei machen kann. Auf dem Weg zum Bachelor of Arts gilt es eine Masse an Inhalten zu lernen, was ohne viel Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen nicht zu schaffen ist. Mein Alltag ist gut strukturiert und die Hausarbeit teile ich mir mit meinem Mann, obwohl er voll berufstätig ist und ich Zuhause bin. Da aber nicht alles allein an mir hängen bleibt, kann ich mir immer wieder Freiräume zum Lernen verschaffen. Wenn mein Kleiner Mittagsschlaf hält oder abends im Bett ist, hole ich meine Studienunterlagen hervor und lerne fleißig. Steht eine Pflichtveranstaltung oder Klausur an, passt entweder die Oma auf oder mein Mann nimmt sich Urlaub.

Fazit

Ohne die Unterstützung meiner Familie und ein gutes Zeitmanagement wäre das Fernstudium Sozialpädagogik für mich als Mutter nicht zu schaffen. Natürlich ist es immer wieder stressig und auch ich habe meine Durchhänger, wenn mein Sohn krank ist, zahnt oder ich einfach so total erledigt bin. Nichtsdestotrotz bleibe ich am Ball und will in einem Jahr meine Bachelor-Arbeit schreiben. Ob und inwiefern sich der Studienabschluss auf meine Karriere auswirkt, kann ich noch nicht sagen, doch ich bin überzeugt davon, dass sich der ganze Aufwand lohnt. Ich würde mich immer wieder für das Fernstudium während der Erziehungszeit entscheiden, denn so kann ich etwas für mich tun.

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