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Die Einzelfallarbeit in der professionellen Sozialpädagogik

Unabhängig davon, ob man ein Fernstudium Sozialpädagogik, ein Vollzeit-Studium oder eine andere sozialpädagogische Ausbildung absolviert, befasst man sich intensiv mit den einzelnen Methoden der Sozialpädagogik. Dabei handelt es sich um die Gemeinwesenarbeit, soziale Gruppenarbeit sowie die Einzelfallarbeit. Letztere wird im Allgemeinen als erfolgreichste Interventionsform der Sozialpädagogik betrachtet. Ausschlaggebend ist dabei die Tatsache, dass die Einzelfallarbeit Hilfe zur Selbsthilfe bietet. So steht der Klient als Individuum mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen im Vordergrund und soll durch diesen sozialpädagogischen Ansatz in seiner Selbständigkeit und Eigenständigkeit gestärkt werden.

Oberstes Ziel der Einzelfallarbeit ist die professionelle Förderung einer eigenverantwortlichen und emanzipierten Persönlichkeit. Sozialpädagogen arbeiten in der Regel mit Menschen, die gewisse Defizite im Bereich der Eigenverantwortung und somit Probleme haben, das alltägliche Leben selbständig zu meistern. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang die gesellschaftliche Teilhabe sowie die aktive Teilnahme am öffentlichen Leben. Die Sozialpädagogik unterstützt junge Menschen gegebenenfalls und tritt durch Maßnahmen aus den Bereichen Bildung, Erziehung und sozialstaatliche Intervention in Erscheinung.

Die Einzelfallhilfe versteht sich dabei als pädagogische Intervention mit zeitlicher Begrenzung und geht auf die psychosoziale Situation des Individuums ein. Anhand der Anamnese und Diagnose wird ein auf den Klienten zugeschnittenes Konzept erarbeitet, das die Mitwirkungsbereitschaft und das Einverständnis des Klienten voraussetzt. Die Freiwilligkeit ist somit die Grundlage für die intensive Einzelfallarbeit, die die Selbstbestimmung stets respektiert.

Anwendungsgebiete der Einzelfallhilfe in der Sozialpädagogik

Unter Einzelfallarbeit versteht man in der Sozialpädagogik grundsätzlich Angebote, die darauf abzielen, die Lebensverhältnisse des Klienten nachhaltig zu verbessern. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Familien und Alleinerziehende können gleichermaßen solche Angebote in Anspruch nehmen. Obgleich die Ziele der Einzelfallhilfe eigentlich klar sind, stellt sich oftmals die Frage, wo diese Interventionsform konkret zum Einsatz kommt. Grundsätzlich erweisen sich die Anwendungsgebiete als sehr vielfältig und verdeutlichen die Bandbreite der sozialpädagogischen Einzelfallhilfe.

Die Vermittlung materieller Hilfen ist ein wesentlicher Aspekt der Einzelfallhilfe und kann in der Regel kurzfristig zu Verbesserungen der individuellen Lebensverhältnisse führen. Ein gutes Beispiel hierfür ist beispielsweise die Wohnungslosenhilfe, die Obdachlosen beispielsweise in einer Notunterkunft ein Obdach bietet. Auch die Einleitung und Begleitung von Maßnahmen aus den Bereichen der Prävention, Rehabilitation und Therapie gehören zum Aufgabenspektrum eines Sozialpädagogen. Die entsprechende Einzelfallhilfe kann je nach Fall beispielsweise der Familienhilfe oder Behindertenhilfe zugeordnet werden. Erwähnenswert in Zusammenhang mit der Einzelfallhilfe ist zudem der Bereich Beratung. Menschen, die Rat und Unterstützung suchen, haben so einen verlässlichen Ansprechpartner, der ihnen hilft, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.

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